Brei oder nicht Brei, das ist hier die Frage

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Charlotte ist jetzt fast 5 Monate alt und von den Omas, Freunden und Bekannten werden wir schon seit einer gefühlten Ewigkeit gefragt, wann sie denn endlich etwas Richtiges zu Essen bekommt. *seufz*

Ich habe selbst kein vollkommen einfaches Verhältnis zu Essen und möchte dies meiner Tochter ersparen. Ich will ihr gesunde Ernährung vermitteln, zeigen, dass Süßigkeiten zwar zum Alltag gehören, aber nicht ständig gegessen werden sollen und auch maßvolles Genießen näherbringen. Wie das am besten gehen soll? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung.
Am Besten und Eindrucksvollsten funktioniert sicherlich das Vorleben gesunder Ernährung. Hier muss ich mich also an meiner eigenen Nase packen und darauf achten, dass wir unsere Ernährung mehr und mehr in die gesunde Richtung verändern. Wir sind dabei.

Tja und dann ist da noch das Thema Brei. Ab dem 5. Lebensmonat soll man, nach aktuellem Kenntnisstand, bei allergiegefährdeten Kindern mit Beikost beginnen. Als sie 4 Monate und 1 Woche alt war, haben wir ihr die ersten Löffel Karottenbrei gegeben und sie sah nicht gerade glücklich aus. ;-)

Seither gab es noch ein paar Mal Brei und sie gewöhnt sich so langsam daran. Wir haben der Einfachheit halber mit Hipp Frühkarotte und Weiße Karotte begonnen. (Irgendwie sehe ich es nicht ein für 3-4 Löffelchen schon selbst zu kochen.) Inzwischen isst sie pro Mahlzeit ungefähr das halbe Gläschen und sperrt auch den Schnabel auf, wenn sie den Löffel sieht. Es wird also. Wir werden jetzt aber erst noch die restlichen 8 Gläschen Karotte füttern und dann koche ich Kürbisbrei. Bietet sich um diese Jahreszeit einfach an.

Was mich aber auch noch fasziniert ist das Thema , auf deutsch vom Baby gesteuerte Entwöhnung (gemeint ist die Entwöhnung von der Brust, also das Abstillen, es klappt aber auch bei „Flaschenkindern“) Das Konzept sieht vor, dass die Babys, sobald sie selbständig sitzen können, was bei uns ohne Unterstützung von Mama und Papa leider noch nicht der Fall ist, am Familienessen teilnehmen. Sie erhalten handgerecht geschnittenes, gekochtes Gemüse, Fleischstücke etc. und zwar genau das, was auch Mama und Papa gerade essen. Wichtig ist, dass das Essen dabei ungesalzen und gerade am Anfang eher sanft gewürzt ist und von den Babys gut in der Hand gehalten werden kann. Das Baby darf dann selbst entscheiden, was von den Sachen, die vor ihm auf dem Teller liegen, es gerade „essen“ möchte. Wobei essen hier das falsche Wort ist. Zu Beginn lernen die Kleinen die Texturen kennen, üben mit der Zunge umzugehen und etwas „abzubeißen“, zu kauen und zu schlucken. Für die Sättigung und die nötigen Nährstoffe ist noch längere Zeit die Muttermilch bzw., wie in unserem Fall, das Fläschchen zuständig. Mitessen am Tisch bei Mama und Papa bedeutet aber auch, dass es bei Mama und Papa frisch gekochte, abwechslungsreiche und gesunde Mahlzeiten geben muss. Kein Fastfood, kein Lieferessen und nicht jeden Tag Nudeln. ;-)
Eine Herausforderung, die ich annehmen möchte, wenn auch sicher nicht jeden Tag und bei jeder Mahlzeit. Ich möchte Baby-Led Weaning mit Breifütterung kombinieren.
Der Vorteil: Charlotte lernt die Lebensmittel in ihrer normalen Form kennen und nicht nur als Brei. Sie lernt mit den verschiedenen Texturen umzugehen und kann selbständig entscheiden was, wann und wieviel sie davon isst. Ich erhoffe mir dadurch für mich einen weiteren Gewichtsverlust ;-) durch eine ausgewogene Ernährung und für sie ein gesundes Verhältnis zu Essen, Genuss beim Essen und Spaß neue Lebensmittel auszuprobieren.
Sauerei wird es so oder so geben. Auch beim Brei.

Interessant finde ich als Grundlage und Rezeptbörse das original Baby-Led Weaning Kochbuch (gibt’s leider nur auf Englisch) und bald soll auch ein deutsches Baby-Led Weaning Rezeptbuch auf den Markt kommen. Ob’s das braucht, weiß ich nicht. Ich selbst koche fast immer nach Rezept und finde es daher hilfreich etwas an der Hand zu haben.


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Schlaf, Kindchen schlaf

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Achja, das Thema Schlaf ist bei Müttern, wie ich gemerkt habe, sehr wichtig und eigentlich ein ständiges Gesprächsthema. Ob unter Freundinnen (im Chat und bei Treffen) oder auch beim Smalltalk mit Fremden in Bus und Ubahn.

Charlotte schläft seit ihrem 2. Tag zu Hause eigentlich sehr gut. In der zweiten Nacht zu Hause, da war sie gerade 5 Tage alt, hat sie ganze 8h durchgeschlafen. Korbi und ich wachten morgens auf und waren ziemlich baff. Wer kommt schließlich auf die Idee, sich bei einem Neugeborenen den Wecker stellen zu müssen. An dem Tag kam dann auch die Hebamme zum 1. Mal vorbei und hat uns erst einmal geschimpft, dass die Kleinen noch nicht so lange ohne etwas zu Essen sein dürfen, weil sie eventuell nicht merken, dass sie hungrig sind und dadurch in Unterzucker geraten können. Bis Charlotte ihr Geburtsgewicht wieder erreicht hatte haben wir sie also alle 4-5h zum Stillen geweckt, was mal mehr mal weniger gelang. ;-)

In den letzten 4 Monaten ging es mal so mal so. Von 2h bis 9h Schlaf am Stück war alles dabei. Ich würde sagen die langen Nächte sind in der Überzahl und wir dürfen ich darf mich nicht beschweren. (Korbi kriegt ja nicht mit wenn sie nachts wach wird!)

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Die letzten Tage ist allerdings vor allem der Tagschlaf ein kleiner Kampf. Ich glaube, die Welt ist inzwischen so spannend, da gibt es einfach zu viel, was ihr wichtiger ist als zu schlafen. (Da kommt sie eben ganz nach ihrem Papa.) Aber entsprechend „abgefüllt“ und mit Schnuller (oder manchmal auch Daumen) im Mund klappt das dann auch mit einem Mittagsschläfchen.


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Test: Fisher Price Rainforest Piano Gym

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Dank Mibaby durften wir das Fisher-Price Rainforest Piano-Gym testen.
Hinter diesem Namen versteckt sich ein Spielbogen zu dem eine Spieldecke und ein Mini-Piano gehören.
Im Lieferumfang enthalten sind zudem 4 Anhänger für den Sopielbogen, die man auch an der Unterlage befestigen kann um die Bauchlage zu trainieren, die Plastikhalterung für Spielbogen und Piano, Schrauben um diese sicher zu verbinden und ein Handbuch.

Aufgebaut war das Ganze dann sehr schnell, nachdem ich herausgefunden habe, dass man nur die schwarzen Plastikhalterungen auf der Rückseite des Kartons drehen muss um das Piano vom Karton zu lösen. ;-)
Ich persönlich habe mich gegen das Verschrauben entschieden, was aber auch bedeutet, dass ich immer wieder selbst Hand anlegen muss um die Halterung wieder zusammenzufügen. Charlotte schafft es nämlich, das Piano aus der Halterung zu treten. 8)

Gleich zu Beginn fiel leider das erste Manko auf. Die Spieldecke, auf die man sein Kind beim Spielen am Piano-Gym legt, sollte dicker sein, damit man das Piano-Gym auch auf hartem und leider meist kühlerem Boden, wie unserem Parkett, ohne zusätzliche Unterlage aufstellen kann. Wir haben das durch eine untergelegte doppelt gefaltete Ikea-Spieldecke gelöst.
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Das Piano kann man ausschalten (finde ich hin und wieder auch wichtig!), kurze Töne und Melodien oder lange Melodien spielen lassen. Letzteres „Dauergedudel“ lief bei uns genau ein Mal! Die Lautstärke kann man auch einstellen, wobei es hier nur leise und laut gibt. Die leise Einstellung hat uns aber allen ausgereicht und lässt sich aber auch ganz gut ertragen. Charlotte findet es toll, dass sie gegen das Piano strampelt und dann Töne und kurze Melodien zu hören sind. Sie strampelt auf der Spielmatte deutlich mehr als sonst!

Dass man die vier Figuren des Spielbogens selbst anhängt und dadurch immer wieder in ihrer Position durchtauschen kann finden wir beide super. Für Charlotte bedeutet das mehr Abwechslung und ich kann bewusst entscheiden, was ich ihr grad näherbringen will, die rollende Kugel im Affen, die Ringe des Elefanten, den knisternden Tiger oder das Nashorn aus weicherem Gummi.

Fazit:
Das Fisher Price Rainforest Piano Gym gefällt mir alles in allem gut. Es ist nicht zu bunt und wirkt auf unsere Tochter durch farbenfrohe Gestaltung und die plakativ dargestellten Tiere sehr motivierend. In Rückenlage bietet der Spielbogen durch die Möglichkeit die Anordnung der Anhänger zu verändern stetig neue Anregungen und die Pianotastatur regt zum Strampeln an.
In Bauchlage kann man die Anhänger des Spielbogens auch an der Matte befestigen, was neben der bunten Matte zusätzlich dazu motiviert vorwärts zu robben und auch mal eine Hand vom Boden zu lösen und die Anhänger zu befühlen. Hier finde ich die Pianotastatur eher störend beziehungsweise maximal zum Abstoßen geeignet. Vielleicht fehlt uns aber auch nur die Übung.
Auch, wenn wir eine solche Spiellandschaft aus Plastik und mit Musik nie für unsere Tochter gekauft hätten, mussten wir feststellen, dass es ihr auf jeden Fall viel Spaß macht sich mit dem Piano Gym zu beschäftigen und die Musiklautstärke kann man gut aushalten.


Umbauarbeiten

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Schon lange habe ich gewisse Umbauarbeiten auf diesem Blog vor. Was genau, weiß ich noch nicht, aber Theme, Aufteilung, Design, … passen nicht mehr so ganz zu uns und unserer Kleinfamilie.
An sich würde man meinen, die ist ja jetzt daheim, hat nix zu tun, da kann sie doch einfach machen. Äh, joa, derjenige hat dann aber keine 3-monatige Tochter zu Hause. ­čśë

Ich werde mal sehen, wann ich dazu komme und was sich dann alles ändert. Sinnvollerweise sollte ich mir wohl erst Gedanken machen und dann anfangen. Ôś║´ŞĆ Sonst wird’s nur noch mehr Chaos.

Aber ihr (gibt es denn noch Leser, die diesen Blog trotz laaaanger Pause noch abonniert haben?) seid jetzt zumindest mal vorgewarnt, wenn mal ein paar Tage gar nichts mehr funktioniert. ­čśë


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Test: cloud b Firefly Frog

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Dank Mibaby durften wir den Cloud b Twinkling Firefly Frosch testen.
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Der Frosch ist gleichzeitig Kuscheltier, Nachtlicht und Spieluhr und sieht wirklich süß aus!

Charlotte hat ihn sofort angehimmelt und strahlt wenn sie ihn sieht.

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Erst einmal die positiven Punkte:

  • Der Frosch ist weich wie ein richtiges Kuscheltier.
  • Er sieht wirklich süß aus und ist durch die deutlichen Gesichtszüge auch schon für Säuglinge „attraktiv“.
  • 3 Modi bieten für jeden etwas: Glühwürmchen & Grillenzirpen, Glühwürmchen & Musik, nur Glühwürmchen
  • Charlotte fand die Musik sehr entspannend, die Lichtpunkte (Glühwürmchen) nahm sie noch nicht so recht wahr.

Nun zu den Kritikpunkten:

  • Der Frosch darf leider nur oberflächlich abgewaschen werden. Schade, das macht ihn bei einem kleinen Baby als Kuscheltier meiner Meinung nach unbrauchbar.
  • Die Technik ist im Bauch des Frosches versteckt und mit einem ziemlich scharfkantigen Klettverschluss verschlossen. Nichts für Babyhände oder gar Lippen.
  • Die Lautstärke der Musik kann, wie die Modi auch, über Drücken der Vorderpfote geregelt werden. Dabei wird die Melodie leider sehr laut! Um als Kuscheltier auch mal neben dem Kopf zu liegen finde ich das zu laut.

Alles in allem finde ich die Idee Nachtlicht und Spieluhr in ein Kuscheltier zu integrieren sehr gut. Nur die Umsetzung finde ich für einen Säugling ungeeignet. Für Kinder ab 1 Jahr und wenn man den Klettverschluss zB durch Druckknöpfe ersetzt, ist der Frosch aber toll!

Danke, dass wir testen durften!