Was nimmt man nicht alles auf sich?

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Am Donnerstag durfte ich ja endlich mein neues Auto abholen. Die Zulassung wollte ich übernehmen, weil unser Autohändler im Bayrischen Wald sitzt und wir jetzt ein Münchner Kennzeichen bekommen sollten.
Nur leider hatte ich bei der Planung nicht bedacht, dass gestern, Freitag, 27.2., die Münchner Verkehrsgesellschaft streiken wollte (und es auch getan hat).

Zur Zulassung eines EU-Reimports muss man in München in die Eichstätter-Straße im Süden von München. Da wir in Schwabing Anwohner-Parkzonen haben musste ich mich auch gleich noch um einen neuen Parkausweis kümmern – und den gibt es leider nur in der Implerstraße, eher so im Zentrum von München gelegen.

Das Auto wollte ich für diese Besorgungen nicht nehmen, damit mein Mann eine Chance hat zur Arbeit zu kommen und weil ich nicht einschätzen konnte wie viel Verkehr wegen des Streiks sein würde.

Netterweise hat die Stadt München ein Not-Bus-Netz eingerichtet und auch das Online-Routenplanungs-Tool war darauf abgestimmt. Also hab ich mir Donnerstag Abend 6 Zettel ausgedruckt wie ich zu welcher Bushaltestelle komme und wann wo welcher Bus fährt.

Freitag:

  • 6░░ Uhr: aufstehen (meine Katzendamen haben dem Wecker zum Glück dabei geholfen mich aus dem Bett zu kriegen)
  • 6│░ Uhr: ab aus dem Haus und 800m zur Bushaltestelle
  • 6:40 Uhr: zum Glück kommt der Bus pünktlich
  • 7░░ Uhr: Mist, die Haltestellen-Anzeige im Bus war falsch und ich bin 3 Haltestellen zu spät ausgestiegen (Dank GPS-Funktion im Handy habe ich trotzdem hin gefunden.)
  • 7░░ – 7:15 Uhr: 1,5 km zur Zulassungsstelle laufen
  • 7:15 – 7:55 Uhr: Warten in der Zulassungsstelle
  • 7:55 – 8│░ Uhr: Die Bearbeitung ging dann eigentlich ganz fix, auch wenn der Sachbearbeiter erstmal fälschlicherweise meinen Mann als Halter eingetragen hatte, aber die Kennzeichen waren anschließend schnell gedruckt und gesiegelt
  • 8│░ Uhr: Wieder gut 1 km zurück zur nächsten Bus-Haltestelle gelaufen und in den Bus eingestiegen
  • 9░░ Uhr: 800m Fußweg von der Bus-Haltestelle zur Implerstraße; der Parkausweis war dann innerhalb von 10 Minuten ausgestellt
  • 9▓░ Uhr: Wieder 800m zurück zur Bus-Haltestelle, mit dem Bus zum Sendlinger Tor
  • 9:50 Uhr: Dank viel zu voller Straßen hat der Bus zu lange gebraucht und ich habe den Anschluss-Bus verpasst. Also wieder 1,5 km gelaufen und auf dem Weg noch kurz zum ADAC eine neue Erste-Hilfe-Tasche fürs Auto gekauft
  • 10:15 Uhr: Endlich kam der Ersatzbus für die 27er Straßenbahn; Mit der Bahn bis zum Kurfürstenplatz und nochmal 1,3 km bis nach Hause gelaufen
  • 11░░ Uhr: Endlich wieder zu Hause

Ergebnis des Tages: Gut 7,7 km gelaufen, 155Ç ausgegeben, 2 neue Kennzeichentäfelchen, 1 grüne Plakette, 1 Anwohner-Parkausweis, 1 Erste-Hilfe-Tasche, 1 neue Warnweste (damit im Notfall 2 im Auto sind)
Alles in Allem ein erfolgreicher, aber richtig stressiger Tag. Aber was nimmt man nicht alles auf sich um sein erstes eigenes Auto anzumelden.

Heute ist schönes Wetter und wir werden das neue Auto mal ein wenig genauer unter die Lupe nehmen und dann kann ich euch auch endlich Fotos nachreichen. :-)


4 thoughts on “Was nimmt man nicht alles auf sich?

  1. Ja, insofern war es wirklich praktisch. Ich konnte mich ohne schlechtes Gewissen auf die Geburtstagsfeier am Abend freuen und genießen. :-)

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